Aktuelles

 

ADFC: UNFALL- UND KONFLIKTRISIKO AN KREUZUNGEN STEIGT DURCH RADWEGE

"Radwege klassischer Bauart erhöhen für Radfahrer das Unfallrisiko besonders an Kreuzungen und Einmündungen um ein Vielfaches", sagt Thomas Wedekind vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC). "Radfahrer fahren deshalb meistens sicherer, wenn sie Radwege meiden, was eigentlich paradox ist", ergänzte Wedekind. Dagegen reagieren Vertreter der Verkehrspolizei irritiert auf die Kritik. "Wenn ein Radweg da ist, dann sollte er auch genutzt werden. Klar ist, dass an Kreuzungen sowohl Autofahrer als auch Radfahrer mehr aufpassen müssen." so Polizeisprecher Peter Oertel (Jena) und fügt an, dass sich Radler auf Radwegen wesentlich sicherer als auf den Straßen bewegen würden. Laut Wedekind gelten seit 1997 strenge Normen für neue Radwege. "In Zukunft wird man sich deshalb in den Innenstädten auch weiterhin auf Mischverkehr orientieren müssen", fasst Wedekind zusammen. "Niemand kann der Polizei abnehmen, sich mit wirklich rowdyhaftem Verkehrsteilnehmern zu befassen.” Ob das Aufnehmen von Unfällen angenehmer als das Ahnden einfacher Verkehrsverstöße sei, wagt Wedekind zu bezweifeln. Aus Erlangen höre er immer wieder, dass langjährige Radfahrer wegen der Unfallgefahr auf Radwegen auf das Auto umsteigen. Genau diese Stadt hatte Oertel als Vorbild für Radweg-Infrastruktur genannt.

| das webarchiv: kommunalabgaben, beitragserhebung, vg-rechtsprechung | webdesign © 2003-2006 | sämtliche rechte an wort und bild vorbehalten |
| kontakt:
webredaktion@beitragserhebung.de | für vereinfachte darstellung, inhaltliche irrtümer und / oder fehler bleibt eine haftung ausgeschlossen |
 

© 2006